Prunksitzung im Wiesbadener Kurhaus

 

 







Brummer-Bericht


Mit einem hochkarätigem Galaabend warteten die Brummer zum unumstrittenen Höhepunkt ihrer Sitzungskampagne auf. Im prunkvollen Friedrich-von-Thiersch-Saal des Wiesbadener Kurhauses wurde ein unvergleichliches Programm mit Spitzenrednern, Gardetanzmeistern und brasilianischen Showeinlagen geboten. Pünktlich um 19.33 Uhr machte Harlekin Dr. Karl-Heinz Ehmig dem Publikum seine Aufwartung und verteilte traditionell seine langstieligen Rosen. In diesem Jahr nicht rückblickend, sondern eher in leisen Tönen schauend auf das aktuelle Zeitgeschehen, richtete der dichtende Dentist und langjährige Brummeraktive seine Eröffnungsworte an das Publikum. Danach zog der Elferrat in Begleitung des Fanfarenzugs Castellum und den Gardetänzerinnen der Rot-Weißen Funken in den voll besetzten Saal ein. Sitzungspräsident Thomas März vereidigte gewohnt charmant das närrische Auditorium und besang mit der Narrenschar den Wunsch „Alles was ich will auf Erden, ist ein richtger Brummer werden...“ Mit ihrem preisgekrönten Gardetanz und den funkelnden Kostümen ließen die Rot-Weißen Funken aus Frickhofen den Saal im Glanze erstrahlen. Mit gewohnt schnodderiger Schnauze in seiner beliebten Rolle als Hausmeister zeigte sich der erste Redner des Abends Peter Beck in Hochform. Stimmungssänger Oliver Mager holte die Narrenschar von den Stühlen und lud mit seiner „Pappnas“ zum Schunkeln und Mitmachen ein. Die hintergründigen Spitzen des charismatischen Redners Jürgen Dietz als „Bote vom Bundestag“ reflektierten das politische Zeitgeschehen in zündender Perfektion. Das närrische Auditorium bedankte sich bei dem beliebten Redner für seinen Jahr um Jahr präsentierten Spitzenvortrag mit stehenden Ovationen. Mit einem Showtanz der Superlative zeigten die Ragazzi´s aus der Limburger Tanzschule Josat Dörr, dass ihnen der Titel als „Deutscher Meister im Showtanz“ zu recht verliehen wurde. Ein Feuerwerk aus Schauspiel und professionellen Tanzeinlagen wurde mit der Nummer „Ups, die Krone ist weg“ entfacht. Hildegard Bachmann, ein Urgestein der Fastnacht, ließ mit Ihrem Vortrag kein Auge trocken. Die sympathische Mainzerin, die sich als gebürtiges Wissbadener Mädche outete, durfte auf der Brummerbühne nicht fehlen. Erstmals auf der Brümmerbühne zeigten sich hingegen die drei Tenöre des Heddemer Dreigestirns. Mit ihrem gewaltigen Playbackprogramm rissen sie das närrische Auditorium von den Sitzen und mussten den lautstarken Zugaberufen des Publikums Rechnung tragen. Ein bombastischer Einstieg, der darauf hoffen lässt, diese jungen Künstler in den kommenden Jahren gerne wieder willkommen heißen zu können. Schlag auf Schlag folgte ein Höhepunkt dem nächsten. Andreas Schmitt als „Obermessdiener vom Dom“ zeigte, dass er mit seinem gewaltigen Wortwitz und den treffsicheren Pointen in der Fastnacht zu den Besten seiner Zunft zählt. Das Finale der ersten fulminanten Sitzungshälfte gestaltete die „Spaßmacher Company“, die den Saal fest im Griff hatte. Sitzungspräsident Thomas März läutete zu 2x11 Minuten Pause ein, die von der Brummerkapelle beschwingt mit diversen Fastnachtsmedleeys stimmungsvoll gestaltet wurde.

Nachdem der Elferrat zur zweiten Sitzungshälfte einmarschiert war, wurde die Bühne frei gegeben für die brasilianische Bahia Dance Gruop. Mit Hilfe südländischer Rythmen verwandelte sich der herrschaftliche Friedrich-Thiersch-Saal zur Copacabana. Kakaofarbene Schönheiten geschmückt mit glitzernden Bikinis und bunten Federornamenten ließen die Brummerbühne beben. Saltos und Überschläge wurden von den nicht weniger ansehnlichen Tänzer vollführt. Ein energiegeladener und farbenfroher Auftakt für eine zweite Sitzungshälfte, die Großes versprach. Büttenass Klaus Freier ließ den Zuschauer als Protokoller wissen, dass frohe Menschen friedlich sind und es nach Kräften gefeiert werden soll. Und dass die Brummer richtig feiern können, zeigte der deutsche Meister des Showtanzes „Ragazzi“ mit ihrer Bühnenrevue „Loveboat“. Auch diese Präsentation bot mit ihren tollen Kostümen und ihrer mitreißenden Musik, Unterhaltungswert auf höchstem Niveau. Sanitäter Rolli Müller feierte in diesem Jahr 50 jähriges Brummerbühnenjubiläum und stellte mit tiefsinnigem Wortwitz sein Klinikum „Unikum“ vor. Dass nicht nur er bei den Brummern, sondern auch seine Klinikkollegen einmal klein angefangen haben, konnte man beim Schönheitschirurgen erfahren, dessen Karriere als Liftboy begann. Rolli Müller begeisterte mit diesem Vortrag und traf der Narrenschar damit voll ins Herz. „Moskauer Nächte“ feierten die Rot-Weißen Funken mit Ihrem Showprogramm und zeigten auf ein Neues, was diese professionelle Tanzgruppe zu bieten hat. Den Abschlussvortrag hielt Schorsch Eger alias „Hannes vom Weinberg“. Zum krönenden Abschluss gab der Sitzungspräsident die Bühne für die Tugenbolde frei, die noch einmal tief in die Stimmungskiste griffen. Eingerahmt von den Rot-Weißen Funken und den brasilianischen Sambatänzerinnen sang Bariton Sebastian Eger die traditionelle Brummer „Mondhymne“. Mit diesem sensationellen Schlussbild verabschiedete und bedankte sich Thomas März  bei einem wundervollen Publikum, dass sich von den vielen Highlights dieser Sitzung so stimmungsvoll mitreißen ließ. Mit dem Ausmarsch der Elferräte wurde gleichzeitig die Party in den Nebenräumen des Kurhauses für eröffnet erklärt. Bis zum frühen Morgen feierten Brummeraktive, Bühnenakteure und Zuschauer gemeinsam den Ausklang dieser schönen Sitzungsgala in der Disco mit DJ Jens Renneisen.

Es ist uns Brummern immer wieder eine besondere Freude und Ehre, unser Programm im Wiesbadener Kurhaus präsentieren zu können. Das Kurhaus unserer Heimatstadt ist unbestritten einer der schönsten Veranstaltunsorte bundesweit. Mit unserem Anspruch an uns selbst, jedes Jahr die beste Fastnachtssitzung in Wiesbaden und Umgebung zu präsentieren, bietet sich für die anspruchsollen Freunde der Fastnacht eine perfekte Kombination von Spitzenprogramm und Spitzenambiente. Wir sind davon überzeugt, dass diese Fastnachtsgala jeden Euro wert ist und wir arbeiten weiter intensiv daran, dass das so bleibt!